Zentrale Prüfungen 10

Wir möchten Ihnen einige wesentliche Informationen zur Abschlussprüfung Ihrer Kinder zukommen lassen.
Die schriftlichen Prüfungen mit zentral gestellten landeseinheitlichen Aufgaben werden in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch geschrieben.
Die rechtlichen Grundlagen für das Verfahren sind im Schulgesetz (§ 12 Abs. 3 SchulG) und in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (§§ 28 ff. APO-S I) geregelt.

Termine für die zentralen Prüfungen

Die aktuellen Termine finden Sie hier.

Abschlussnoten

Die Abschlussnoten in diesen Fächern werden je zur Hälfte aus der Vornote und der Note der schriftlichen Prüfung gebildet.
Weichen diese um eine Note voneinander ab, so legt die Fachlehrerin bzw. der Fachlehrer die Note in Abstimmung mit der Zweitkorrektorin bzw. dem Zweitkorrektor fest.
Im Fall einer mündlichen Abweichungsprüfung gehen die Vornote, die Note der schriftlichen Prüfung und die Note der mündlichen Prüfung im Verhältnis 5 (Vornote): 3 (schriftlich): 2 (mündlich) in die Abschlussnote ein. Ergibt sich bei der Berechnung der Abschlussnote eine Dezimalstelle, so ist bis zur Dezimalstelle „5“ die bessere Note, in anderen Fällen die schlechtere Note festzusetzen.
Freiwillige mündliche Prüfungen können nur im Fall einer Abweichung von genau zwei No-tenstufen zwischen Vornote und Prüfungsnote abgelegt werden. Bei größeren Abweichungen ist eine mündliche Prüfung verpflichtend.
Sollten Sie noch Fragen haben, so können Sie diese im Internet unter folgender Adresse klären:
https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/zp10/fragen-und-antworten/

Mathematikklausur

Die schriftliche Prüfung besteht aus zwei Teilen:
Im ersten Teil werden Basiskompetenzen in einzelnen, nicht aufeinander bezogenen Teilaufgaben überprüft.
Im zweiten Teil werden komplexere Aufgaben mit jeweils mehreren Teilaufgaben zu einem Kontext gestellt. Dieser Kontext kann inner- oder außermathematisch sein. Mit diesen Aufga-ben werden insgesamt Kompetenzen aus allen vier Prozessbereichen
(Argumentieren/Kommunizieren, Problemlösen, Modellieren, Werkzeuge) und allen vier Inhaltsbereichen (Arithmetik/Algebra, Funktionen, Geometrie, Stochastik) überprüft.
Die Aufgaben beziehen sich auf den Unterricht in den Jahrgangsstufen 9 und 10. Für ihre Bearbeitung können aber auch Kompetenzen erforderlich sein, welche die Schülerinnen und Schüler in den zurückliegenden Schuljahren erworben haben.
Zugelassene Hilfsmittel in beiden Prüfungsteilen: Geodreieck, Zirkel, Formelsammlung sowie der Taschenrechner.
Unser Mathematikunterricht orientiert sich an diesen Vorgaben.
In Anlehnung an das eingeführte Arbeitsheft „pauker“ werden seit Beginn dieses Schuljahres zum einen das Grundlagenwissen aus den Klassen 5 bis 9 wiederholt sowie neue The-men wie quadratische Funktionen, Körperberechnung und Trigonometrie erarbeitet.
Das Grundwissen (Bruchrechnung, Terme, Gleichungen und Ungleichungen, Zuordnungen, Prozent- und Zinsrechnung, Größen, Flächen, Strahlensätze, Lineare Funktionen und Gleichungssysteme, Stochastik, Flächensätze und der Kreis) wird systematisch geplant trai-niert.
Außerdem findet im Unterricht regelmäßig die Auseinandersetzung mit Aufgaben in neuen Formaten in unterschiedlichster methodischer Art statt. Angesprochen werden dabei Elemen-te wie verstärktes Wiederholen und Vernetzen, Weiterdenken und Weiterfragen, Variation von Routineaufgaben, Aufgaben in größeren Kontexten, Verbalisieren und Begründen, of-fene und eher divergente Aufgabenstellungen, Aufgaben mit mehreren Lösungswegen oder Lösungen, über- und unterbestimmte Aufgaben und die Bedeutung des Experimentierens beim mathematischen Problemlösen.

Deutschklausur

Die schriftliche Prüfung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden Basiskompe-tenzen im Leseverstehen durch verschiedene Teilaufgaben überprüft. Diese Teilaufga-ben orientieren sich an den Aufgabenformaten der Lernstandserhebungen und enthalten geschlossene und halboffene Aufgabenformate (Ankreuzaufgaben, Aussagen mit Text/Schaubild vergleichen, sprachliche Besonderheiten herausfinden, Begriffe aus dem Textzusammenhang erklären, zu Aussagen über den Text Stellung nehmen, zu Zwischenüberschriften Absätze zuordnen).

Im zweiten Teil müssen die Schüler*innen zwischen zwei unterschiedlichen komple-xen Aufgaben wählen. Die erste Wahlaufgabe orientiert sich am Aufgabentyp 4a: einen literarischen Text (Kurzgeschichte, Gedicht) analysieren und interpretieren oder einen Sachtext oder medialen Text analysieren.
Die zweite Wahlaufgabe orientiert sich an einem der beiden Aufgabentypen 2 oder 4b.
Aufgabentyp 2 heißt: Verfassen eines informativen Textes. Hierbei geht es um Materialauswahl und -sichtung, Gestaltung des Textes, Adressatenbezug, Reflexion über Mittel und Verfahren.
Aufgabentyp 4b bedeutet: verschiedene Sachtexte müssen untersucht und miteinander verglichen werden. Teilaufgaben wie Wirkung und Absicht des Textes, Gemein-samkeiten und Unterschiede, Aufbau und Textsorten, sprachliche Besonderheiten und ihre Funktion sind hier enthalten.

Diese Schreibaufgaben beziehen sich auf den Unterricht in Klasse 9/10, teilweise sind auch Kompetenzen aus den Jahrgangsstufen 7/8 erforderlich.
Der Deutschunterricht sowie die geschriebenen Klassenarbeiten orientieren sich an diesen Vorgaben. Die Vorbereitung erfolgt mit dem Arbeitsheft „Finale“ sowie mit dem Vorbereitungsheft aus dem Pauken Verlag.
In der Prüfung sind Rechtschreibwörterbücher als Hilfsmittel zugelassen.

Englischklausur

Ähnlich wie bei der Abschlussprüfung in Deutsch besteht die schriftliche Prüfung im Fach Englisch aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden die Fertigkeiten im Hör- und Leseverstehen durch verschiedene Teilaufgaben überprüft. Diese Teilaufgaben orientieren sich an den Aufgabenformaten der Lernstandserhebungen und enthalten geschlossene und halboffene Aufgabenformate (Ankreuzaufgaben, Kurzantworten in Form von einem oder wenigen Wör-tern, Begriffe aus dem Textzusammenhang erklären, zu Aussagen über den Text Stellung nehmen, Absätze in die richtige Reihenfolge bringen). Wichtig ist, dass in diesem ersten Teil die Antworten nur inhaltlich korrekt sein müssen, das heißt, die Schüler*innen dürfen im Englischen Rechtschreibfehler machen oder sogar auf Deutsch antworten.
Im zweiten Teil müssen die Schüler*innen zunächst eine Wortschatzübung zu einem bestimmten Thema bearbeiten. Häufig werden hier Präpositionen durch Ankreuzaufgaben oder Lückenfüllung abgefragt oder einzelne Wörter müssen ergänzt werden.
Die nächste Aufgabe bezieht sich auf die Schreibkompetenz und ist deutlich komplexer. Zunächst lesen die Schüler*innen einen Text zu einem bestimmten Thema und bearbeiten da-raufhin zu diesem Thema drei Schreibaufgaben. Während die erste Schreibaufgabe meist einer Inhaltsangabe des Textes entspricht und daher im Umfang relativ gering ist, folgt in der zweiten Schreibaufgabe häufig eine analytische Aufgabenstellung. Hier wird eine bestimmte Stelle des Textes oder auch ein Charakter hinterfragt. Die dritte Aufgabe ist die umfangreichs-te. Bei dieser letzten Aufgabe haben die Schüler*innen die Wahl zwischen zwei Aufgaben (a oder b). Die erste Wahlaufgabe ist häufig eine written discussion (Argumentation), die sich auf den zuvor gelesenen Text bezieht. Die zweite Wahlaufgabe ist dagegen kreativer angelegt, wie zum Beispiel das Schreiben eines passenden Zeitungsartikels, eines Tagebuchein-trages oder die Fortführung der Geschichte oder des Dialoges. Inhaltlich bezieht sich die Zentrale Abschlussprüfung im Fach Englisch auf eines der Unterrichtsthemen der Doppel-jahrgangsstufe 9/10, natürlich sind auch Kompetenzen (Wortschatz, Grammatik, …) aus den Klassen 7 und 8 wichtig und zum guten Bestehen der Prüfung erforderlich.
Der Englischunterricht sowie die geschriebenen Klassenarbeiten orientieren sich an diesen Vorgaben. Die Vorbereitung erfolgt mit dem Arbeitsheft „Pauker“.
In der Prüfung sind keine Hilfsmittel zugelassen.

Die Fachlehrer*innen für Mathematik, Englisch und Deutsch