Erprobungsstufe

Edith-Stein-Realschule

Der Erprobungsstufe (Klasse 5/6) gilt besonderes Augenmerk, um durch rechtzeitige Schullaufbahnberatung (möglichst im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen der Grundschule) angemessene Schullaufbahnabschlüsse zu sichern.

Die Erprobungsstufe gilt als ein Zeitraum der Erprobung, der Förderung und Beobachtung zwischen den Jahrgangsstufen 5 und 6. Es bedarf einer Koordinierung sämtlicher pädagogischer Maßnahmen der dort Unterrichtenden. Nur so können Beobachtungen, Einschätzungen und Erfahrungen zu Lernverhalten und Lernfortschritten der Kinder dem Ziel der individuellen Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler wie auch der Beratung der Erziehungsberechtigten dienen.

Übergang Grundschule zur Realschule

Um den neuen Schülerinnen und Schülern den Übergang zu erleichtern und um die Eltern umfassend zu informieren, bieten wir mehrere Veranstaltungen an:

  • Elterninformationsabend
  • Tag der offenen Tür
  • Kennenlernnachmittag

Die aktuellen Termine finden Sie hier.

Paten

Ein Patenprogramm von Schülern der Klassen 9 und 10 für die Neuankömmlinge sichert eine intensive Betreuung der Klassen 5 und den Kontakt der „Kleinen“ zu den „Großen“. Dies fördert gleichzeitig die Verantwortung der Abschlussklassen. Die Paten führen die Neuankömmlinge bereits am Kennenlernnachmittag durch das Haus und begleiten sie. In der Einführungswoche nach den Sommerferien unterstützen sie die Klassenleitungen während der Projekttage „Wir lernen unsere neue Schule kennen“ und helfen den Kindern, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.

Einschulungsveranstaltung

Die Schülerinnen und Schüler werden zu Beginn des neuen Schuljahres mit einer offiziellen Einschulungsveranstaltung  begrüßt.  Musikalisch gestaltet wird die Feier von den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 6. Der Hinweis, dass die neuen Fünftklässler im nächsten Jahr auf der Bühne stehen und den nächsten Jahrgang begrüßen werden, lässt alle Fünfer hellhörig werden.

Diagnose und Förderung

Individuelle Förderung ist immer ein Entwicklungsprozess, der sich an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientiert. Individuelle Förderung ist ein wichtiger Bestandteil der Schulentwicklung.

Die fachliche Förderung beginnt in Klasse 5 mit einer Eingangsdiagnostik. Als diagnostisches Instrument setzen wir die „MRA – Münsteraner Rechtschreibanalyse“ ein und führen sie in allen 5er Eingangsklassen durch.

Die Erprobungsstufe soll die Schülerinnen und Schüler in die im Vergleich zur Grundschule andersartigen Lehr- und Lernbedingungen der Realschule hinführen. Etwa alle drei Monate finden Erprobungsstufenkonferenzen statt, in denen die in der jeweiligen Klasse unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer über die Arbeit in der Klasse und über jeden einzelnen Schüler beraten. Falls notwendig werden umgehend Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten geführt.

Erprobungsstufenkonferenzen

Zu den Erprobungsstufenkonferenzen werden die Vertreter der Grundschule eingeladen.  Es ist von den Kolleginnen und Kollegen der Stufe 5 als sehr hilfreich empfunden worden, sich mit den Grundschullehrern und Grundschullehrerinnen, die langjährige Erfahrungen mit den Kindern gesammelt haben,  über die Entwicklung einzelner auszutauschen.

Soziales Lernen und Gewaltprävention

Wir legen sehr viel Wert auf Beratung und das Erlernen sozialer Kompetenzen. Diesen Schwerpunkt haben wir deshalb in unser Ganztagskonzept aufgenommen. Wir wollen den Schülerinnen und Schülern Hilfen anbieten, die sie in die Lage versetzen, Problemsituationen ohne Gewalt zu bewältigen.

In der Schule treffen Kinder mit verschiedenen sozialen Erfahrungen aufeinander und hier haben wir die große Chance, ein von gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägtes Miteinander zu erproben und in der Gesellschaft anerkannte soziale Verhaltensstrategien zu entwickeln. Mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 möchten wir die Gemeinschaft in einer Klasse stärken und an diesem Thema mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten. Bei unserem Projekt steht neben der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls auch die Mitverantwortung für andere im Vordergrund.

Das Sozialtraining ist Teil unseres Faches EU (Ergänzungsunterricht).

Methodentraining

Ein Methodentraining soll in der Erprobungsstufe den individuellen Lernerfolg sichern und steigern.

In unserer Gesellschaft werden Leistungen gefordert, die fächerübergreifende Einsichten erfordern. Die Wirklichkeit ist nicht fachlich organisiert. Insofern ist ein Überschreiten der Fächergrenzen unverzichtbar. Vieles von dem, was die heutigen Schüler als Erwachsene benötigen werden, können sie nicht schon jetzt als verfügbares Wissen erwerben, sondern sie müssen über die Fähigkeit und Bereitschaft zur lebenslangen Bildung und Weiterbildung verfügen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Methodenkompetenz eine sehr wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen ist. Diese Kompetenz ist bei Schülern aber über weite Strecken sehr unbefriedigend. Folge davon sind Lern- und Leistungsprobleme.
Daraus ergibt sich für uns zwingend die Notwendigkeit des Lernzieles der formalen Lernkompetenz im Sinne der Beherrschung von Lernstrategien und Lerntechniken. Wir haben uns aus diesem Grunde zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage eines methodischen Trainings die Schüler mehr zum eigenverantwortlichen Lernen zu bewegen. Unser Methodentraining wird ständig einer kritischen Prüfung unterzogen und weiterentwickelt.
Daraus erwachsen ist ein umfassendes Konzept mit den Grundlagen für ein gezieltes „Lernen lernen“ in Absprache mit allen Fachbereichen unserer Schule.

Das Methodentraining ist ebenfalls Teil unseres Faches EU (Ergänzungsunterricht).